KälteCheck Pro

Messen statt schätzen: KälteCheck Pro

Wir messen Ihre Kälteanlage oder Ihren Fernkälteanschluss 14 Tage lang im realen Betrieb. Sie erfahren, welche Leistung wirklich gebraucht wird, wo die Anlage ineffizient läuft und welche Massnahmen sich rechnen. Für IT, Raumklima und Prozesskälte.

14 Tage
Messung im laufenden Betrieb, ohne Eingriff in den Wasserkreislauf
10 bis 25 %
weniger Leistung an der Erzeugung stellen wir in unseren Praxisbeispielen häufig fest
1 Bericht
mit priorisierten Massnahmen, geprüft von unseren Fachleuten

Warum messen?

Viele Kältemaschinen und Fernkälteanschlüsse wurden mit grosszügigen Reserven ausgelegt. Nutzungen und Lasten haben sich seither verändert, die bestellte oder installierte Leistung bleibt.

Das Ergebnis sind zu hohe Anschlusswerte, Maschinen im ungünstigen Teillastbetrieb, zu kleine Spreizungen und unnötige Strom- und Leistungskosten über Jahrzehnte.

Fokus Dimensionierung: Fernkälte und Kälteerzeuger

Anschluss an Fernkälte

Beim Anschluss an ein Fernkältenetz bestellen Sie eine Anschlussleistung. Nach ihr richtet sich der Leistungs- bzw. Grundpreis, und zwar über die ganze Vertragsdauer von typischerweise 15 bis 25 Jahren. Eine spätere Reduktion ist meist nicht oder nur mit grossem Aufwand möglich.

  • Mindestabnahme: Viele Verträge verlangen eine Mindestabnahme an Energie. Ist der Anschluss im Verhältnis zum Bedarf zu gross, wird sie unter Umständen nicht erreicht.
  • Rücklauftemperatur: Netzbetreiber geben eine minimale Rücklauftemperatur vor. Eine zu kleine Spreizung (Low-ΔT) im Gebäude führt zu Malus-Zahlungen oder Konventionalstrafen.

Ersatz oder Erweiterung der Kälteerzeugung

Eine zu gross gewählte Kältemaschine kostet mehr in der Anschaffung, läuft häufiger im Teillastbereich und taktet.

Bei Anlagen mit mehreren Erzeugern zeigt die Messung, welcher Erzeuger die Last trägt und wo eine Reserve sinnvoll ist. So planen Sie den Ersatz auf Basis echter Lastprofile.

Deshalb messen wir vor der Bestellung oder dem Ersatz die tatsächliche Spitzenlast, ordnen sie dem Wetter bzw. dem Betriebsprogramm zu und prüfen die Spreizung im Gebäude. So legen Sie die Leistung von Anfang an richtig fest und kennen die hydraulischen Hausaufgaben vor der Inbetriebnahme.

Zwei Rechenbeispiele

Kältemaschine für eine Gewerbefläche

Die Messung zeigt, dass die neue Kältemaschine 50 kW kleiner ausfallen kann. Annahme: rund 1'200 CHF Investition pro kW. 50 × 1'200 = 60'000 CHF.

rund 60'000 CHF weniger Investition
Anschluss an Fernkälte

Die Messung zeigt, dass der Anschluss 220 kW zu gross bestellt würde. Annahme, keine Tarifaussage: Leistungspreis 50 CHF pro kW und Jahr, Vertragsdauer 20 Jahre. 220 × 50 × 20 = 220'000 CHF.

rund 220'000 CHF weniger Leistungskosten über die Vertragsdauer

Die Werte sind Annahmen zur Veranschaulichung. Investitionskosten und Tarife sind je Anlage und Netz verschieden.

Steckbrief

Für
Kältemaschinen, Fernkälteübergaben und Kühlkreise für IT, Raumklima und Prozesse
Gemessen
Vor- und Rücklauftemperatur, Volumenstrom und Kälteleistung je Messstelle
Messdauer
14 Tage, Zeitraum je nach Anwendung
Besonderheit
Die Isolation (z. B. Armaflex) wird an den Messstellen fachgerecht geöffnet und wiederhergestellt.

Ablauf

  1. 1
    Anfrage und Vorabklärung

    Sie stellen die Anfrage mit Wunschzeitraum (mindestens 14 Tage Vorlauf). Wir klären Anlage, Zugang und Messzeitraum und senden Ihnen eine Festpreis-Offerte.

  2. 2
    Montage

    Wir montieren die Messtechnik und hinterlegen Ihre Anlagendaten auf der Berichtplattform. Die Messung erfolgt von aussen auf dem Rohr (Ultraschall-Clamp-on), ohne Eingriff in den Wasserkreislauf.

  3. 3
    14 Tage Messung

    Die Anlage läuft normal weiter. Wir erfassen Temperaturen, Volumenströme und Leistung im realen Betrieb.

  4. 4
    Auswertung

    Die Messdaten werden mit der Analyseplattform unseres Partners ECO Energy Group ausgewertet. Unsere Fachleute prüfen jeden Bericht, ordnen ihn ein und ergänzen ihn.

  5. 5
    Besprechung

    Wir besprechen die Resultate mit Ihnen vor Ort oder per Teams. Nach der Demontage ist die Anlage im Originalzustand.

Unser Partner ECO Energy Group

Selbstcheck: Lohnt sich eine Messung?

Kreuzen Sie an, was auf Ihre Anlage zutrifft. Es sind dieselben Kriterien, die unsere Fachleute bei einer Begehung prüfen.

Noch keine Angaben

Kreuzen Sie links an, was zutrifft. Das Ergebnis erscheint hier.

Was Sie erhalten

Spitzenleistung und mittlere Leistung

Die tatsächlich benötigte Leistung als Grundlage für einen neuen Erzeuger oder einen Anschlusswert.

Einordnung der Spitzenlast

Wie die gemessene Last zum heissesten Auslegungstag bzw. zum Betriebsprogramm steht.

Lastprofile und Betriebszeiten

Ob Betriebszeiten und Sollwerte zur Nutzung passen.

Hydraulik und Spreizung

Soll-Ist-Vergleich der Spreizung je Abgang, Pumpenmehrbedarf, Hinweise auf Low-ΔT.

Kühlkennlinie

Ob die Vorlauftemperatur angehoben werden kann. Pro Grad zu tief eingestellter Temperatur steigt der Energieverbrauch um rund 3 %.

Anomalien

Taktende Erzeuger, ungleiche Lastverteilung, Betrieb ausserhalb der Zeitfenster, Bilanzdifferenzen.

Massnahmen mit Wirtschaftlichkeit

Priorisierte Empfehlungen mit Einsparung, Investition, Amortisation und CO₂.

Förderung

Hinweise auf mögliche Förderprogramme.

Im Bericht unterscheiden wir klar zwischen gemessenen Werten und daraus berechneten Hochrechnungen, damit Sie die Aussagekraft jeder Zahl einschätzen können.

Aus der Praxis

Anonymisiert, Zahlen gerundet.

Fernkälte: 600 kW bestellt, rund 200 kW gebraucht

Grosses öffentliches Gebäude mit Fernkälteanschluss, vertragliche Anschlussleistung 600 kW, 13 Abgänge.

  • Spitzenlast im Messzeitraum rund 217 kW, das sind 36 % der Anschlussleistung. Mittlere Leistung rund 141 kW.
  • Ausgeprägte zu kleine Spreizung (Low-ΔT) an den Hauptverteilern, ein Teilnetz mit nur 0.6 K.

Massnahmen: Anschlussleistung auf rund 200 kW reduzieren, Energy Valves gegen Low-ΔT einsetzen, Betriebszeiten anpassen.

Einsparung
rund 30'700 CHF/a
Investition
rund 129'000 CHF
Amortisation
rund 4 Jahre
CO₂
rund 9 t/a weniger

Hier liess sich der Anschluss anpassen. Bei vielen Verträgen ist das nicht möglich, deshalb messen wir vor der Bestellung.

Die Jahresenergie wurde aus einem kurzen Sommerfenster hochgerechnet.

Prozesskälte: ehrliche Grenzen einer Messung

Industriebetrieb mit drei Kälteerzeugern und einem Kältespeicher von 3'000 Litern.

  • Ein Erzeuger trug im Messzeitraum rund 92 % der Erzeugung, zwei Erzeuger liefen kaum.
  • Zwischen Erzeugung und zugeordneten Abgängen fehlten rund 12.6 %, ein Hinweis auf mögliche Verteilverluste.

Massnahmen: Ob die selten laufenden Erzeuger als Reserve nötig sind, lässt sich aus diesem Messfenster nicht belastbar beurteilen. Erst Messstellen und Bilanzgrenzen gemeinsam verifizieren, dann investieren.

Wir sagen Ihnen auch, was eine Messung nicht belegen kann, und empfehlen keine Investition auf unsicherer Grundlage.

Der richtige Messzeitraum

Der passende Zeitraum hängt von der Anwendung ab. Wählen Sie Ihre Anwendung:

Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
gut geeignet bedingt nicht sinnvoll

Richtwerte. Wir planen jeden Messzeitraum individuell mit Ihnen; der Vorlauf beträgt mindestens 14 Tage.

Häufige Fragen

Muss die Anlage für die Messung abgestellt werden?+

Nein. Wir messen von aussen auf dem Rohr im laufenden Betrieb. Die Anlage läuft während der ganzen Messung normal weiter.

Warum gerade 14 Tage?+

Zwei Wochen enthalten Werktage und Wochenenden, Nacht- und Tagbetrieb sowie unterschiedliche Wetterlagen. Damit erkennen wir Lastprofile, Betriebszeiten und Anomalien zuverlässig, ohne den Betrieb lange zu belasten.

Kann man Kälteanlagen das ganze Jahr messen?+

Das hängt von der Anwendung ab. IT- und Prozesskälte sind ganzjährig messbar, sofern normal gearbeitet wird. Raumklima messen wir idealerweise zwischen Juni und August, im Mai und September ist es bedingt möglich.

Warum soll ich vor einem Fernkälteanschluss messen?+

Mit der Anschlussleistung legen Sie den Leistungspreis für 15 bis 25 Jahre fest. Eine Messung zeigt, welche Leistung wirklich gebraucht wird, und deckt eine zu kleine Spreizung auf, bevor sie zu Malus-Zahlungen führt.

Was passiert mit der Rohrisolation?+

An den Messstellen öffnen wir die Isolation fachgerecht und stellen sie nach der Messung wieder her. So entsteht kein Kondensat und keine Wärmebrücke.

Was ist bei Direktverdampfung?+

Ohne Wasser- oder Solekreis ist eine Clamp-on-Messung nur eingeschränkt möglich. Wir klären das in der Vorabklärung mit Ihnen.

Was kostet ein Messcheck?+

Der Aufwand hängt von der Anzahl Messstellen und vom Zugang ab. Nach der Vorabklärung senden wir Ihnen eine Festpreis-Offerte.

Wer wertet die Daten aus und wer sieht sie?+

Die Messdaten werden mit der Analyseplattform unseres Partners ECO Energy Group ausgewertet und von unseren Fachleuten geprüft. Die Daten verwenden wir ausschliesslich für Ihren Bericht. Veröffentlicht werden Resultate nur anonymisiert und nur mit Ihrem Einverständnis.

Messung anfragen

Unverbindlich. Nach der Vorabklärung erhalten Sie eine Festpreis-Offerte.

Ihre Angaben merken wir uns nur in diesem Browser, damit Sie sie im Compliance-Check, im eBO Quick-Check und in der Offertanfrage nicht erneut eingeben müssen.

Kontakt

Objekt

Anwendung *

Was trifft zu?

Aus dem Selbstcheck übernommen, Sie können die Auswahl hier anpassen.

Zugang

Wunschzeitraum

Vorlauf mindestens 14 Tage. Den genauen Termin vereinbaren wir mit Ihnen.

* Pflichtfelder. Ihre Angaben verwenden wir ausschliesslich zur Bearbeitung Ihrer Anfrage.

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